Gaswarnanlagen

Wo brennbare und/oder toxische Substanzen enstehen können oder verarbeitet, gelagert und transportiert werden, ist das Gefährdungspotential besonders hoch.

Bei brennbaren Gasen besteht die Gefährdung in einer möglichen Zündung oder Explosion mit Anlagenschäden, Folgebränden und Personenschäden.

Bei toxischen Gasen besteht eine Gesundheitsgefährdung mit möglichen Personenschäden oder Spätfolgen.

In der atembaren Luft sollte mehr als 17 Vol.% Sauerstoff enthalten sein. Deutlich geringere Konzentrationen führen mehr oder weniger schnell zum Erstickungstod. Sauerstoff kann auch durch andere Gase verdrängt werden. Dadurch können mit einer Sauerstoffüberwachung auch Leckagen von inerten Gasen erkannt werden.

Die Sicherheit durch Gaswarnanlagen liegt im möglichst frühzeitigen Erkennen eines gefahrvollen Zustandes. Dadurch bleibt genügend Zeit für erforderliche Reaktionen.

Richtig geplant und errichtet, regelmäßig gewartet und auf Funktion geprüft sind Gaswarnanlagen ein wirksamer Sicherheitsfaktor. Solche Geräte verhindern aktiv, daß ein gefahrvoller Zustand überhaupt erst entstehen kann. Sie schalten beim Überschreiten einer gewissen vorgegebenen Gaskonzentration eine effektive Gegenmaßnahme (z.B. Lüftung). Nur wenn diese Maßnahme nicht ausreichend war und die Gaskonzentration trotz dieser Maßnahme weiter ansteigt, wird beim Überschreiten einer zweiten Alarmschwelle eine Zwangsmaßnahme geschaltet.

Symbol explosionsgefährlich Symbol giftig